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Die richtige Vorsorge? Erkenntnisse einer Neu-Rentnerin

Nachgefragt – bei Gertraud Versen, Vertriebs-Team Süd

Frage: Frau Versen, würden Sie in Ihrer bisherigen Rolle als Beraterin zu Vorsorgelösungen der Ruheständlerin Gertraud Versen sagen können, dass sie alles richtig gemacht hat?

Gertraud Versen: Im Grunde genommen ja. Ich habe mich schon von Berufs wegen seit langer Zeit mit dem Thema Altersvorsorge und Risikoabsicherung befasst und den Rat, den ich meinen Gesprächspartnern gegeben habe, auch selbst beherzigt. Es gab jedoch Entscheidungen, die ich heute anders treffen würde.

Frage: Können Sie das etwas näher erläutern?

Gertraud Versen: Gerne. Wie schon ausgeführt, berate ich seit Jahrzehnten zum Thema Altersvorsorge und Risikoabsicherung. Daher habe ich bereits in jungen Jahren begonnen, eine zusätzliche kapitalgedeckte Altersvorsorge aufzubauen. Und zwar sowohl in Form einer betrieblichen Altersvorsorge als auch privat. Ich habe vor etlichen Jahren die Entscheidung getroffen, die private Lebensversicherung vorzeitig zu kündigen; aus heutiger Sicht ein Fehler, denn der Vertrag war sehr gut verzinst. Mein Rat aus eigener Erfahrung ist daher, eine Kündigung nur dann in Erwägung zu ziehen, wenn dies unumgänglich ist.

Frage: Sie haben auch das Stichwort „Risikoabsicherung“ genannt. Wie und warum haben Sie hier etwas getan?

Gertraud Versen: Besonders wichtig war mir die Absicherung meiner Arbeitskraft. Ich habe deshalb bereits sehr früh eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, obwohl ein Teil des Risikos – z.B. Allergien – ausgeschlossen wurde. Das hatte den Vorteil, dass die Prämien sehr gering waren – und die Risikoprüfung auch ohne Probleme vonstattenging. Diese Versicherung habe ich auf das maximale Endalter 60 abgeschlossen, da damals noch die Altersrente für Frauen ab Vollendung des 60. Lebensjahres galt. Leider gab es damals noch keine Absicherungsmöglichkeit über den Arbeitgeber mit vereinfachten Gesundheitsfragen. Denn dann hätte ich von einer vollständigen Absicherung mit noch günstigeren Prämien profitieren können.

Frage: Sie haben diese Art der Absicherung nicht in Anspruch nehmen müssen. Haben Sie schon einmal den Gedanken gehabt, dass dies dann unnötig war?

Gertraud Versen: Für den Umstand, dass ich meinen Ruhestand nun gesund antreten konnte, bin ich dankbar. Ich habe in der Vergangenheit nicht nur im Bekanntenkreis erlebt, wie schnell und unerwartet Berufsunfähigkeit eintreten kann. Leider habe ich auch die finanziellen Auswirkungen – Verlust des Einkommens – mitbekommen. Da war es für mich eine Beruhigung, besonders der Familie gegenüber, dass ich insoweit Vorsorge getroffen habe. Im Ernstfall hätten meine Kinder ihre Ausbildung fortsetzen können und auch den Lebensstandard bezüglich Miete, Auto, Reisen etc. hätten wir mit gewissen Einschränkungen aufrechterhalten können. Dass dieser Risikofall nicht eingetreten ist, stimmt mich einfach nur froh. Auch hier mein Rat: Man darf die Augen vor dem Risiko einer Berufsunfähigkeit nicht verschließen. Eine Absicherung dagegen ist unabdingbar. Die Hürden für die gesetzliche Erwerbsminderungsrente sind sehr hoch und die Höhe der Rente ist bei Weitem nicht ausreichend.

Frage: Wer so lange wie Sie im Beruf tätig war, hat sicher auch viele Veränderungen erlebt. Was sind aus Ihrer Sicht die gravierendsten Änderungen der letzten Jahre?

Gertraud Versen: Als ich mit meiner Tätigkeit begonnen habe, wurden alle Unterlagen wie Anträge etc. in Papierform erfasst, weitergeleitet und verarbeitet. Das hat teilweise recht lange gedauert. Heute kann nahezu jeder Vorgang über den Computer verarbeitet werden. Das ist die eine Seite. Wesentlich verändert hat sich das Verhältnis zwischen Berater und dem jeweiligen Kunden. Viele sind gerade in Bezug auf Versicherungen sehr viel kritischer geworden. Die Nachfragen zu Bedingungen und Kosten haben inzwischen eine ganz andere Qualität erreicht. Das hat zur Folge, dass Beratungsgespräche intensiver und länger geworden sind. Diese Zeit nehmen wir uns jedoch, da die ausführlichere Beratung auch zu zufriedeneren und überzeugten Kunden führt.

Frage: Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Versorgungswerk MetallRente?

Gertraud Versen: Das Versorgungswerk hat den Vorteil, dass die beiden großen Sozialpartner Gesamtmetall und IG Metall hinter dem Versorgungswerk stehen. Gerade in Bezug auf Bedingungen und Konditionen bietet dies Vorteile. In der betrieblichen Altersversorgung hängen die Konditionen in der Regel davon ab, wie groß der Arbeitgeber ist. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche Verbandsabkommen, sodass auch kleinere Unternehmen in den Genuss von Sonderkonditionen kommen können. Bei MetallRente spielt dies alles keine Rolle. Für alle Arbeitgeber aus den teilnahmeberechtigten Branchen gelten dieselben Bedingungen. Solche Punkte erzeugen Vertrauen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können sich sicher sein, dass die Sozialpartner auf Rahmenbedingungen drängen, die ihren Interessen gerecht werden.

Frage: Welchen Ratschlag haben Sie für den Personenkreis, den sie bisher beraten haben?

Gertraud Versen: Ich empfehle eine strikte Trennung zwischen kurzfristigen Sparanlagen und dem Aufbau der Altersvorsorge, also dem Ausgleich zwischen dem laufenden Nettoeinkommen und der gesetzlichen Altersrente. Jeder muss sich frühzeitig so um seine Altersvorsorge kümmern, dass der Aufbau einer privaten Zusatzrente mit dem 50. Lebensjahr weitgehend abgeschlossen ist. Der Tag, an dem der Ruhestand beginnt, kommt bestimmt. Und dann ist man um jede Einkommensquelle froh. Auch rate ich unbedingt dazu, das Risiko der Berufsunfähigkeit mit einer der heute zahlreich angebotenen Formen abzusichern. Man ist beruhigt – und sollte der Fall der Fälle eintreten, auch abgesichert.

Wir danken Gertraud Versen für ihren Einsatz und wünschen für die Zukunft alles Gute!

 

Artikel vom 15.02.2021 | Mehr wissen! Newsletter 2021/1

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